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Hochzeitsgeschichte


Wer nicht so begeistert ist, für ein Hochzeitsfest einen Sketch auswendig aufzusagen oder wem es generell schwerfällt, auswendig zu lernen aber trotzdem seinen Beitrag zu solch einem wichtigen Fest bringen möchte, der ist vielleicht mit einer Hochzeitsgeschichte gut beraten.
Man tauscht hier bei diesen Hochzeitsgeschichten - Vorlagen, einfach Orte und Namen aus und kann dann auf dem Hochzeitsfest, wie ein Märchenerzähler sein Manuskript zur Hand nehmen und einfach vorlesen.

Diese Hochzeitsgeschichten wurden aus antiquarischen Büchern aufbereitet, ich stelle euch diese Reden gerne für private Zwecke zur Verfügung.






Die Geschichte vom Brautpaar


Es war einmal ein Mann! So ist der Eingang zu allen Geschichten, wenn sie schön sein sollen, und die Geschichte, die wir hier erzählen wollen, ist doch unstreitig so schön, ach so schön! Wir mußten das gleich vorweg sagen, sonst hätten ja die Leute unsere rührende Erzählung bei Seite gelegt und gar nicht erst angefangen. Und das hätte uns traurig gemacht, ach so traurig, als wenn wir keine Einladung zum heutigen Hochzeitsfest erhalten hätten.

Also es war einmal ein Mann, den nannten die Leute schon von Jugend auf Alfred X. Dieser Mann hatte die Landwirtschaft (das Kaufmannsgeschäft) aus dem ff studiert und ließ sich schon früher kein X für ein U vormachen. Dabei war er immer lustig und guter Dinge, wenn er vorher gut gegessen und getrunken hatte, und es schien ihm auf der weiten Gotteswelt nichts mehr zu fehlen als eine Frau.

Nun sollte meinen, zu einer Frau könnte man leichter kommen, als wieder davon. Aber Proste Mahlzeit! Das war beim Alfred nicht so, denn er wollte doch eine Frau haben, die so recht für ihn passte, aber gerade eine solche ließ sich merkwürdig schwer finden. Es schnitt einen ordentlich ins Herz, wenn man den armen Menschen so vergeblich spähen und suchen sah, ohne das er eine passende fand und man fing schon an zu befürchten, der arme Alfred, welcher schon seine 30 Jahren allmählich heruntergejungsellt hatte, würde unter das zweite Aufgebot oder gar unter den Landsturm der Junggesellen kommen.

Doch der Schalk Amor, dieser kleine Tausendsassa, hatte es anders mit Alfred beschlossen. Er führte ihn bei (Ort des ersten Treffens) mit der Jungfrau Emilie zusammen;
diese aber war ein so niedliches liebes Fräulein, daß Alfred gleich ganz bezaubert wurde und ihn eine große Schüchternheit überfiel. Er schaute sie immerfort verstohlen an.Aber es konnte doch nicht immer nur bei dem bloßen Angucken bleiben, darum faßte er Mut und redete die liebenswürdige Emilie recht herzhaft an. Zuerst lobte er das Wetter, dann lobte er das Amusement, hierauf lobte er den Zufall, der ihm eine so angenehme Bekanntschaft hatte machen lassen, dann lobte er das Fräulein, das ihn so gütig anhörte. Hier aber mußte der gute Alfred Atem schöpfen und das war auch ein Glück, denn Gott weiß, was er vielleicht noch alles gelobt haben würde.
Die liebe Emilie ist aber recht erfreut gewesen über das viele Lob; Sie fand den Alfred ganz chamant und sie sagte sich, daß sie ihm wohl herzlich gut sein könnte.
Nun kann man sich den Fortgang dieser wahrhaftigen Geschichte lebhaft denken, so daß wir sie wohl nicht ganz umständlich zu erzählen brauchen, denn eine solche Bekanntschaft ausführlich zu berichten, erfordert doch gar zuviel Zeit und Geduld!
Alfred hat nämlich, um dies kurz zu sagen, voller Courage um Emiliens Hand angehalten und er hat keinen Korb gekriegt, sondern er ist angenommen worden als Bräutigam und Schwiegersohn. Und nach einem glücklichen Brautstand ist denn heute das Hochzeitsfest gekommen, bei dem es gar hoch hergeht, denn im Hochzeitshause müssen alle Puppen tanzen und alle Lichter brennen. Es ist aber auch eine hohe Wonne! Alle Gäste werden daran denken, solange sie leben, denn auch die Braut ist so äußerst liebenswürdig, - rein zum Anbeißen, wie man immer sagt, wenn man etwas recht schön findet!
Dem Bräutigam und der Braut wird darum auch von allen Seiten gratuliert und namentlich die letztere auf den äußerst gutmütigen Charakter aller jungen Ehemänner aufmerksam gemacht. Wir können uns lebhaft ausmalen, wie das junge Paar glücklich leben wird! Wenn er Freunde und Bekannte als junger Herr vom Hause empfängt und wenn denselben die junge Frau in ihrer neuen Wirksamkeit Stoff zur Bewunderung gibt, ach, das muß doch himmlisch schön sein und gar kein Vergleich zu dem wüsten Junggesellenleben, in welchem sich noch absichtlich Einige unter den hier anwesenden Hochzeitsgästen herumtummeln!
Das ist nun die Geschichte von unserm lieben Brautpaar.Wir hätten sie eigentlich mit einer Illustration versehen sollen, aber der Künstler, der berühmte Klapperstorch, braucht ziemlich ein Jahr zur Anfertigung eines solch kleinen reizenden, dem Papa und der Mama ähnlichen Bildes. Unsere Geschichte ist aber auch buchstäblich wahr, das könnt ihr schon glauben, denn die Leute, denen sie passiert ist, leben alle noch und wenn sie noch 50 Jahr leben, was der liebe Gott wolle, dann sind sie ein halb Jahrhundert älter und zu dieser Zeit werden wir wieder eine so schöne Geschichte erzählen.







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