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Polterabendrede


Ich habe euch hier eine kleine Sammlung von Polterabendreden, Spiele und Vorführungen zusammengestellt.
Es ist bei einem Polterabend immer ein gern gesehenes Ereignis, wenn sich einer oder mehrere Personen, kleine Polterabendvorführungen erdacht oder erlernt haben, um die Gäste ein wenig zu unterhalten. Hier könnt ihr Polterabendspiele für eine oder mehrere Personen finden.

Diese Polterabendtexte wurden aus antiquarischen Büchern aufbereitet, ich stelle euch diese Sketche gerne für private Zwecke zur Verfügung.






Der brave Koch/Köchin


Bei Überreichung eines beliebigen Küchengerätes

(Kostüm einer Köchin oder eines Kochs)

So wie ich steh und wie ich gehe
Verließ ich heut den Küchenherd
Und schlich mich in des Festes Nähe
Um auch zu schaun das Brautpaar wert,
Und um - ob ungeladen zwar -
Zu gratuliern dem lieben Paar.

Wenn eine Tafel Wohlgerüche
Den Appetit nun noch vermehrt,
Wenn die Prudukte guter Küche
Mit Wohlbehagen wohl verzehrt:
Lobt man wohl schmunzelnd das Gericht,
Doch an die Köchin (den Koch), da denkt man nicht!

Denn ach, wie äußerst wichtig eben
Die Kochkunst ist, ahnt man nur knapp,
Ja vieles hängt im Menschenleben
Von einer guten Mahlzeit ab;
Wie mancher Krieg im Staat, im Haus!
Brach wegen schlechter Kost schon aus!

Besonders ist für Ehefrauen
Die Kochkunst Haupterfordernis,
Den Ehestand wird man glücklich schauen,
Wo nie das Weibchen undgewiß,
Was sie dem Männchen kochen muß,
Was schmeckt, was nimmer gibt Verdruß.

Wie viel indes hier zu beachten,
Werk jeder der Gehör mir schenkt,
Damit man von der tiefdurchdachten
Kochkunst nicht zu geringe denkt.
Damit auch endlich mehr Respekt
Der Frauen Kochtalent erweckt.

Von einem Pärchen, das durchs Leben
Sich gründet einen eignen Herd,
Wird's Weibchen ernstlich danach streben,
Daß sie recht bald genau erfährt,
Was außer ihr der Mann gern ist.

Was aber dienlich ihm am Ende,
Das richtet sich, man glaub' mir nur
Ganz nach des Männchens Temp'ramente,
Nach seinem Blut, nach der Natur,
Nach der Gewohnheit, Lebensweis',
Nach Alter, Launen, Trägheit, Fleiß.

Den melanchol'schen Männern schaden
Zum Beispiel schwere Speisen sehr
Mit stark Gewürz auch Schokoladen,
Portwein und Bier, wenn es zu schwer;
Schleimsuppen aber, Gänsewein
Wird stets gut für Kopfhänger sein!

Doch wenn cholerisch, wenn im Falle
Sanguinisch gar der Mann sich zeigt,
Wenn er mit leicht erregter Galle
Schnell heftig wird, zum Zorn geneigt:
Bringt ihm die Frau nur häufig Fisch
Nebst Buttermilch auf seinen Tisch.

Zur Häuslichkeit den Mann zu halten
Servier' die Frau nur oft Salat;
Soll seine Liebe nicht erkalten,
Sind Eierspeisen auch probat.
Vor allem bring dem Mann mit bei,
Daß fremder Kohl nnie schmackhaft sei.

Die Eifersucht von beiden Seiten
-Wenn solche nämlich ohne Grund-
Kuriert die Zwiebel; auch zu Zeiten
Ein Rettig, ein Radieschenbund.
Wie hierdurch wird der Magen rein,
Verschwindet auch die Zweifelspein.

Liebt nun zu sehr das liebe Männchen
Das Wirsthaus, kommt oft schief er heim,
Gewöhnt man ihn ans Kaffeekännchen
An Warmbier, Tee, an Haferschleim.
Doch sauern Hering' und Sadell'
Schaff' nie das Weibchen ihm zur Stell'.

Dem Geizhals, der sein Geld läßt rosten,
Gibt man vom Feinsten , was man hat,
Jedoch nur probeweis' zum Kosten,
Zum Gaumenreiz; nie werd' er satt!
Nur - gibt er reichlich Wirtschaftsgeld -
Sei ihm auch reichlich vorgestellt!

Der Küchenzettel aller Tage
Erfordert drum gewandte Hand,
Erst, wird die wicht'ge Magenfrage
Vom Weibchen praktisch angewandt:
Läßt fesseln sich das häuslich Glück
Durch schlaue - Küchenpolitik.

Drum Bräutgam! Wenn mit Kochtopfstürze
Du deine Frau hantieren siehst,
Wenn du sie in der Küchenschürze
Beim Zwiebelschälen weinen siehst,
Wenn sie am Küchenherd rumort
Und für dich bratet kocht und schmort,-

Dann laß dein Weibchen ruhig schalten,
Dann stör' der Fleiß nicht ihrer Hand,
Mußt von der Küche fern dich halten,
Topfgucker wirst du sonst genannt:
Ein Topfgucker ist ein Graus
Für jede Frau in Küch' und Haus!

Tritt störend nie in die Reviere,
Wo jede Frau muss Herrin sein;
Zur Küchen-,Keller-,Bodentüre
Laß ihr die Schlüssel ganz allein.
Argwohn verletzt; doch bei Vetrau'n
Kannst du viel sich'rer auf sie bau'n.

Du aber, sei dem Bräutchen sei dem Gatten
Ein treues Weibchen lieberfüllt,
Sein Glück, sein Trost, wenn düstre Schatten
Der Sorge seinen Blick umhüllt.
Teil mit ihm, was das Schicksal beut,
Sei's Kümmernis, sei's Glück und Freud'.

Dann wird er traut sein, nie dich quälen,
Nie Anlaß geben, das du fast
Täglich mit ihm ein Ei zu schälen,
Ein Huhn zu pflücken nötig hast.
Denn Friede süß weilt Nacht und Tag
Bei euch dann selbst im - Schlafgemach.

Nimm freundlich nun für deine Küche
Hier diese Kleinigkeit noch an,
Dazu die besten Segensprüche
Für dich und deinen künft'gen Mann.
Daß man mit 90 Jahr noch sieht
Euch bei gesundem Appetit!



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